Baden und Schwimmen in der Mosel

Baden und Schwimmen in der Mosel

Die Temperaturen steigen und die Sonne scheint. Da zieht es viele Menschen natürlich in die Schwmimmbäder, an den See oder auch an fließende Gewässer wie die Mosel. Leider zeigen die statistischen Zahlen der DLRG, das in Sommern mit hohen Temperaturen, die auch noch länger andauern werden, mehr Menschen ertrinken. Auf Anfrage bei der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz, bestätigte uns Klaus Schniering von der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dass viele Badende die Gefährlichkeit von Flüssen wie der Mosel unterschätzen. “Grundsätzlich ist das Baden in der Mosel nicht verboten. Aus unserer Sicht raten wir allerdings davon ab” so Kniering. Wer dennoch das kühle Nass der Mosel zum Planschen und Baden nutzen will, sollte auf folgendes achten:


Die Strömungen in Flüssen​ ist schlecht einzuschätzen​
Insbesondere sind die Strömungsverhältnisse für Schwimmer schlecht einzuschätzen. Dagegen anzuschwimmen ist schier aussichtslos. Im Bereich von Brücken, Krippen und Wehren entstehen oft auch gefährliche Wirbel, Strömungen und Neerströmungen. Ebenso sollte auf örtliche Badeverbote und Beschränkungen geachtet werden.
Das Heranschwimmen an Binnenschiffe ist lebensgefährlich. Fahrende Schiffe verursachen einen großen Sog- und Wellenschlag. Außerdem können Binnenschiffe Schwimmer im Wasser nur schwer erkennen und weisen einen „Toten Winkel“ von bis zu 350m vor ihrem Schiff auf.

100 Meter oberhalb bis 50 Meter unterhalb von Hafeneinfahrten, Umschlagstellen, Schiffsanlegestellen und Schiffsliegestellen, Wehr-, Schleusen- und Fähranlagen, Altrheinmündung enist das Schwimmen/Baden verboten!

Beachten Sie örtliche Verbote und Beschränkungen! Informieren Sie sich vorab! Beispiele: Das Schwimmen und Baden ist in vielen Stadtbereichen verboten. Entlang der Mosel muss von Wehr- und Kraftanlagen ein Mindestabstand von 300 Metern eingehalten werden.

Schwimmen Sie NIEMALS:
In den Kurs fahrender Wasserfahrzeuge!
An fahrende Schiffe heran!
An Schifffahrtszeichen/Wassertonnen heran!
Innerhalb von Wasserski-Strecken!

Fahrende Schiffe verursachen einen großen Sog und Wellenschlag. Schiffe haben einen sogenannten „toten Winkel” von bis zu 350 Metern. Schiffsführer können in diesem Bereich nicht sehen, was oder wer sich vor dem Schiffsbug befindet! Bedenken Sie: Schiffe haben keine Bremsen!

Weitere Gefahren:
Verletzungen bei Sprüngen in flaches Wasser
Kollisionen mit Treibgut, Steganlagen etc.
Verfangen in starkem Pfl anzenbewuchs
Muskelkrämpfe und Schockreaktionenen durch unterschiedliche Wassertemperaturen

Vermeiden Sie jegliche Risiken! Grundsätzlich sollten Sie nur an überwachten Streckenabschnitten baden. Gehen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten ins Wasser! Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt! Bleiben Sie immer in Ufernähe und schwimmen Sie niemals in die Fahrrinne! Springen Sie nie in unbekannte Gewässer! Unterschätzen Sie niemals die potentiellen Gefahren eines Gewässers und überschätzen Sie nie Ihre eigenen Kräfte! Beachten Sie: Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit vor dem Ertrinken

Was sollten Sie im Notfall beachten? Bewahren Sie Ruhe! Handeln Sie überlegt! Schwimmen Sie NIEMALS gegen die Strömung an!Lassen Sie sich mit der Strömung an das Ufer treiben. Das spart Kraft! Zeigen Sie anderen Personen, dass Sie in Not sind! Durch lautes Zurufen oder Winken machen Sie auf Ihre Gefahrensituation aufmerksam!

Mehr Infos zum Baden in fließenden Gewässern findet ihr HIER